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Seite 2 von 2 So nach und nach erschienen dann auch meine Studienkollegen aus ihren unterschiedlichen Zeitzonen. Ich war die einzige aus Europa, ansonsten waren Australien und natürlich die USA gut vertreten. Insgesamt waren wir sechs Leute, was ein angenehmes Arbeiten miteinander möglich machte. Jetzt gings ans Werk, man hat jeweils eine Woche Zeit, die Lektion durchzuarbeiten und die darin gestellte Hausaufgabe abzuliefern. Diese wird im Forum veröffentlicht und jeder kann (soll sogar) zur Diskussion beitragen. Wer da Hemmungen hat, kann seine Elaborate auch direkt an Peggy schicken, dann bekommt man ihre Beurteilung unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Man kann es auch ganz lassen, die Hausaufgabe ist freiwillig - es sei denn, man möchte am Ende des Kurses ein Zertifikat. Das bekommt man nur, wenn man zu jeder Lektion die Übungsarbeit abliefert. Es wird auch niemand heruntergeputzt, wenn mal was nicht gleich auf Anhieb klappt. Peggy nimmt sich dann viel Zeit und erklärt freundlich und geduldig, solange bis die Sache funktioniert. Aber zurück zu Lektion eins und dem Funktionseditor: Man bekommt erstmal einen kleinen, generellen Überblick, was diese Nodes eigentlich sind, wie man sie hinzufügt, miteinander verbindet und bearbeitet. Dann geht es ein bißchen tiefer und es kommen einige praktische Beispiele, wie man einem Material eine Bumpmap zuweist, was es mit dem Open-Ocean Fraktal auf sich hat, wie man die Distance to Object below - Funktion verwendet (damit entstehen Gischtränder um eine Insel herum) und noch ein oder zwei mehr. Jeder Schritt ist ausführlich und mit Bildern erklärt. Aus den vorgestellten Beispielen soll man sich für die Hausaufgabe eines aussuchen und nacharbeiten (man darf natürlich auch mehr als nur ein Bild abliefern), ich entschied mich einmal für Distance to Object below und auch für die Open Ocean - Sache. Hier seht ihr die Ergebnisse meiner ersten Hausaufgabe: Ich möchte hier jetzt nicht jede Lektion einzeln besprechen, die darin behandelten Themen waren aber in beiden Kursen und für jede Lektion sehr sorgfältig, übersichtlich und ausgewogen aufbereitet. Man bekommt pro Lektion gerade soviel Lehrstoff, daß man damit einerseits wirklich etwas lernt, andererseits aber auch nicht von einer Fülle von neuen Informationen erschlagen wird.
Auch das Preis - Leistungsverhältnis finde ich absolut in Ordnung. Als Neueinsteiger zahlt man 25 $, egal für welchen Kurs. Jeder weitere Kurs, den man belegt, kostet dann 20 $, möchte man ein Zertifikat über den erfolgreichen Abschluß (bekommt man per Post zugeschickt), kostet es 5 $ mehr.
Für jeden Kurs ist eine Einschreibung notwendig, da die Klassen bewußt klein gehalten werden. Ein Kurs geht über 6 Wochen, Kursbeginn ist fünfmal im Jahr. Die genauen Termine sind auf der LVS Startseite verlinkt. Mein Fazit: Damit da keine Mißverständnisse aufkommen, es ist nicht so, daß man jetzt als völliger Newbie diese drei Kurse absolviert und danach mit einer Festanstellung bei George Lucas' ILM rechnen könnte ;). Es wird vielmehr eine Menge an Basiswissen vermittelt, auf das man dann aufbauen kann - und natürlich auch muß! Daß man dann dranbleibt, versteht sich eigentlich von selbst, aber man bekommt auf diese Weise einen soliden Einstieg. Auch hat man am Ende, wenn man es sich die einzelnen Lektionen ausdruckt, ein dickes und brauchbares Nachschlagewerk, wo man immer mal wieder reinschauen und nachlesen kann. Was für Teilnehmer man in die Gruppe bekommt, ist natürlich immer auch ein bißchen Glückssache, unser Kurs war sehr nett, die Atmosphäre entspannt und freundlich. Im Forum wurde des öfteren auch mal über persönliche oder off topic - Dinge geplaudert. Peggy Walters, die Instruktorin (sie ist übrigens nicht mit Chipp Walters verwandt), wirkt sehr kompetent und hat uns sicher durch alle Lektionen begleitet. Ich habe mich jedenfalls sehr gut betreut gefühlt und obwohl mir manchmal das eine oder andere schon bekannt gewesen war, habe ich wirklich sehr viel Neues gelernt - oft auch Dinge, die man nicht so ohne weiteres im Handbuch findet. Aus all diesen Gründen möchte ich hier eine klare Empfehlung für die LVS aussprechen - lernen kann tatsächlich Spaß machen!
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